Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Mais: Ernteverkauf absichern ? Änderung bei US Ethanol Beimischung ?
Das Thema hat 30 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
Bre  Am: 01.08.2012 16:27:24 Gelesen: 9672# 6 @  
@ topigs [#1]

Einige Einschätzungen aus amerikanischen Quellen:

Nach den bisherigen Zahlen geht die US-Ethanolerzeugung preisbedingt bereits spürbar zurück. Legt man die jüngste IGC-Schätzung zugrunde, dann sollen statt früheren 129 Mio. t nur noch 119 Mio. t Mais je Jahr bei einer US-Maisernte 2012 in Höhe von geschätzten 300 Mio. t. verarbeitet werden. Damit bleibt es weitgehend bei einem 40 %igen Anteil als angepeilte Obergrenze. Aber auch das ist unter den Eindrücken der letzten Monate nur eine vorläufige Zahl.

Über die Eingabe der US-Viehfarmer an die Regierungsinstitutionen, den Maisverbrauch durch Reduzierung des Beimischungsanteils zu vermindern, ist noch nicht entschieden worden.

Es wird auf die Möglichkeiten hingewiesen, den US-Export von Bioethanol zu drosseln sowie von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Beimischungsanteile aufs nächste Jahr zu verschieben. Die Maßnahmen würden einen angemessenen Beitrag zur Entlastung (maximal bis zu 20 %) leisten, aber nur begrenzte Preiswirkungen entfalten.

Im Übrigen wird auf die moderaten Rohölpreise hingewiesen.

Nach einschlägigen Berechnungen der IOWA-University soll eine Reduzierung des o.g. Beimischungszwanges höchstens eine Größenordnung von 5 % Preissenkung bringen. Die wöchentlichen Kursschwankungen an den Börsen können im Vergleich dazu wesentlich größer ausfallen.

Der USDA-Bericht in der nächsten Woche wird wieder Fakten auf den Tisch bringen, die in Verbindung mit den weiteren Trockenheitsverlauf, der allerdings nicht zum Besten steht, möglicherweise entscheidungsreife Situationen schaffen könnte.

Der Wahlkampf in den USA spielt auch eine Rolle. Dabei ist man eher den Maisfarmern als den Viehzüchtern zugeneigt. Außerdem möchte man die gerade mit massiven staatlichen Geldern aufgebaute Bioethanolindustrie nicht zu sehr in die Problemzone fahren. Grundlegende Entscheidungen mit größerer Durchschlagskraft werden ohnehin in diesen Zeiten nicht getroffen. Wenn überhaupt Beschlüsse gefasst werden, dann nur unter noch höheren Handlungsdruck als jetzt und in höchst ausgewogener Art und Weise, d. h. von allem ein bisschen . . . zu wenig.

MFG Bre
 
SPOMI  Am: 01.08.2012 16:58:22 Gelesen: 9659# 7 @  
@ SPOMI [#5]

Ergänzung zu Punkt a:

Bei chartmässiger Betrachtung der Termin-Kurven von Paris-Mais und Chicago-Mais fällt auf, dass sich aufgrund der US Dürre eine Backwardation bei CBOT corn gebildet hat, in Paris nicht. Das, im Zusammenhang mit einer sich aktuell drehenden Terminkurve bei CBOT corn, kann darauf hindeuten, dass ein (temporäres) Hoch bei Paris-Mais erreicht ist. Grüsse SPOMI
 
Myrrdin  Am: 01.08.2012 18:26:06 Gelesen: 9632# 8 @  
@ topigs [#1]

Ich gehe ebenfalls davon aus, dass vor den Wahlen hier keine Änderung mehr durchgeführt wird.

Viel wichtiger ist allerdings für einen Produzenten die Überlegung, ob es nicht Sinn macht, die derzeitigen hohen Preise zu verwenden, um zumindest einen Teil der Ernte zu hedgen und so einen Profit festzumachen. (Ich gehe einmal davon aus, dass die derzeitigen Preise deutlich über den Produktionskosten liegen.)

Es gibt mehrere Einflüssen, die die Preise schlagartig verändern können - die Märkte sind nervös. Das Wetter, Mr. Bernanke, die Nachfrage, die Planungen für die südamerikanische Aussaat, Geldflussüberlegungen der Fonds ... Wenn es zu Preisveränderungen kommt, dann können die heftig ausfallen.

Als Spekulant habe ich ein paar Soybeans-Put Optionen gekauft, da ich hier das größte Potential für eine Veränderung sehe. Als Produzent würde ich Risiko herausnehmen.

Mit besten Grüßen, Myrrdin
 
Richard Ebert  Am: 02.08.2012 08:50:50 Gelesen: 9495# 9 @  
Technische Sicht beim Ethanol in den USA:



Schöne Grüsse, Richard Ebert
 
p.  Am: 02.08.2012 16:55:29 Gelesen: 9417# 10 @  
Wir haben ca. ein drittel unserer diesjährigen Maisernte in der letzten Woche verkauft!
Es lassen sich bei aktuellen Preisen gute Gewinne erzielen, vielleicht gibt es auch noch den ein oder anderen € mehr, aber das Niveau ist schon sehr hoch! Man kann also auch tief fallen!!

Basis ist Körnermais bei 35 % Feuchte.
 
peterg  Am: 08.08.2012 11:35:03 Gelesen: 9257# 11 @  
@ topigs [#1]

"Wie reagiert, eurer Meinung nach, der Markt wenn in den USA die
Ethanolbeimischungspflicht ausgesetzt wird?"

Die Universität von Illinois hat diese Frage hier untersucht:

http://www.thecropsite.com/news/11647/rationing-the-1213-corn-crop-what-happens-to-ethanol

Fazit:

"...The EPA does not necessarily have the ability to substantially ease the plight of livestock producers in 2012-13 at the stroke of a pen. Waiving the RFS mandate for ethanol may have a smaller impact on the price of corn or the quantity of corn available for feed than many expect. This conclusion is consistent with a recent Iowa State University study that estimated the price of corn would drop an average of only 28 cents across a range of corn yield outcomes due to a full waiver of the mandate...."
 
IHH  Am: 09.08.2012 13:16:33 Gelesen: 9134# 12 @  
@ p. [#10]

Auf welchem Niveau befand sich denn dein Preis? Ich habe ein Angebot von 240€/to bei 15% Feuchte ab Feld.


Gruss IHH
 
Lukas  Am: 09.08.2012 13:29:59 Gelesen: 9125# 13 @  
@ IHH [#12]

Ich glaube im Süden wird bei 35 % Feuchtigkeit abgerechnet oder? Bei uns im Weser-Ems bei 15 % Feuchte.

Gruß
Lukas
 
Geno-Bauer  Am: 09.08.2012 16:41:34 Gelesen: 9057# 14 @  
@ IHH [#12]
@ Lukas [#13]

Um von 35 % auf 15% runterzurechnen folgende Daten:

Bruttomenge (in t) minus 27 % = Menge (Basis 15%) (Schwundfaktor 1,35)
Preis (zu 35% Feuchte) in €/t minus 41,98 €/t Trocknungskosten (Werte aus 2011)= Preis zu 15%

Besatz wird hier vernachlässigt.

Bei dem Preis ist es generell intersssant, den Mais als Korn zu verkaufen. Lange Jahre war das nicht so, weil ja in der Regel keine reinen Körnermaissorten angebaut werden, sondern Silomaissorten, wo der Körnerertrag geringer ist.

Mfg
Geno-Bauer
 
IHH  Am: 09.08.2012 19:18:02 Gelesen: 9006# 15 @  
@ Geno-Bauer [#14]

Richtig!

35% entsprechen den 27% Trocknungsverlust.
35% * 10 Cent/% = 3,5€ / 24€/dt * 100 = 14,58% + 27 % = 41,58% Gesamtverlust

240€/t * 58,42 = 140,21€/t Frischmasse.

Gruss IHH
 
IHH  Am: 10.08.2012 20:11:07 Gelesen: 8856# 16 @  
Kann mir jemand beantworten, warum nach dem heutigen USDA Bericht, die Börse nachgibt, anstatt zu steigen? Wurde die neue Einschätzung etwa noch drastischer erwartet?

Hier die Meldung der "agrarzeitung":


10. August 2012
Mais wird äußerst knapp

Das USDA korrigiert seine Schätzung für die US-Maisernte kräftig nach unten. Eine eindeutige Reaktion der Börse in Chicago ist kurz nach Bekanntgabe der Zahlen nicht erkennbar.

Sowohl in den USA als auch global zeichnet sich eine sehr enge Maisversorgung ab. Die US-Maisernte fällt nach den heutigen Zahlen des Landwirtschaftsministeriums USDA mit 274 Mio. t noch etwas kleiner aus, als es im Markt erwartet wurde. Gegenüber der Juli-Schätzung wurde das Ernteergebnis noch einmal um 55 Mio. t nach unten korrigiert.

Die Endbestände an Mais werden in den USA voraussichtlich auf 16,5 Mio. t fallen. Die enge Versorgung lässt sich an einem Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch von nur noch 5,8 Prozent für die USA ablesen. Damit die US-Bilanz überhaupt aufgeht, muss der Verbrauch erheblich eingeschränkt werden und auch für den Export steht weniger Mais zur Verfügung.

Global zeichnet sich ebenfalls ein enger Markt ab. Die kleine US-Maisernte schlägt in der internationalen Bilanz in einem Rückgang der Endbestände auf 123 Mio. t zu Buche. Gegenüber dem Vorjahr bauen sich die Bestände um 13 Mio. t ab, das globale Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch sinkt auf 14,2 Prozent.

Auch für die EU haben die amerikanischen Analysten die Schätzung für die Maisernte gesenkt. Sie weisen die europäische Maisernte mit 61,5 Mio. t rund 4 Mio. t kleiner als im Vormonat aus. Einziger Lichtblick bleibt China, wo sich in diesem Jahr eine Rekord-Maisernte von 200 Mio. t und ein Zuwachs von 7,2 Mio. t gegenüber dem Vorjahr abzeichnet. (St)
 
Bre  Am: 11.08.2012 09:16:55 Gelesen: 8786# 17 @  
@ IHH [#16]

Die USDA-Zahlen haben an den Getreidebörsen für wenig Überraschung gesorgt. Die im Vorfeld diskutierten Erwartungen wurden im Durchschnitt getroffen, wenngleich in Einzelfällen noch Korrekturbedarf offen geblieben ist. Die aktuellen Kurse haben das Niveau vom Höchstpreisjahr 2007/08 mit einem stock-to-use-ratio von 17 % bereits erreicht, aktuell liegen wir bei 18 %. Das bereits im Laufe der Woche erreichte Spitzenpreisniveau war Anlass für Gewinnmitnahmen, so dass die Kurse nachgaben. In den nächsten Tagen und Wochen wird wieder die Wetterentwicklung das Sagen an den Börsen zurückgewinnen.

MFG Bre
 
SPOMI  Am: 11.08.2012 12:20:37 Gelesen: 8720# 18 @  
@ IHH [#16]

Auch wenn man die fundamentale Lage richtig einschätzt, heisst das noch lage nicht, dass sich der Markt dann nach den persönlichen Erwartungen verhält. Marktpreise sind immer das Produkt aus fundamentalen Fakten und der aktuellen Meinung aller Marktteilnehmer. Es ist mehr ein Abstimmen über zukünftige Preise als ein rationales Annähern an die eigene Meinung. Der Markt bleibt länger verrückt und solvent als man selber sich zugesteht, sowohl finanziell als auch emotional!!! Angenehmes Wochenende wünscht SPOMI
 
henning lutz  Am: 11.08.2012 18:41:40 Gelesen: 8638# 19 @  
Mal eine ganz dumme Frage.Wo(wie)kann ich meinen Mais an der Böerse verkaufen? Bitte um Anschrift bzw Adressen. Komme aus Nord NRW
 
bbw  Am: 12.08.2012 13:18:03 Gelesen: 8524# 20 @  
@ henning lutz [#19]

Ganz einfach,

Broker suchen und dem einen Verkaufsauftrg für die Matif geben.

War jetzt doch sehr einfach dargestellt, aber ich weiß nicht welche Vorkenntnisse vorhanden sind.
Aus diesem Grunde vll mal kurz davon berichten , dann kann man weitersehen.

Viele Grüße

Thomas
 
Myrrdin  Am: 12.08.2012 21:27:27 Gelesen: 8437# 21 @  
@ IHH [#16]

Der Preis ist durch die Fonds getrieben worden, die nunmehr eine extreme Longposition halten. Irgendwann sind deren Mittel erschöpft.

Wenn nicht das Angebot noch weiter deutlich reduziert wird oder der Verbrauch deutlich zunimmt, rechne ich mit keiner wesentlichen Preissteigerung.

Mit besten Grüßen, Myrrdin
 
IHH  Am: 13.08.2012 09:35:18 Gelesen: 8335# 22 @  
@ Bre [#17]
@ SPOMI [#18]
@ Myrrdin [#21]

Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten. Wünsche allein einen guten Start in die neue Woche.

Grüße IHH
 
IHH  Am: 16.08.2012 14:52:52 Gelesen: 8128# 23 @  
Experten erwarten neue Nahrungskrise

Die Dürre in den USA verschärft sich weiter. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums wird die Mais- und Sojaernte in diesem Jahr um bis zu 17 % niedriger ausfallen. Dadurch bedingt steigen die Preise weiter an, seit Juni ist Soja etwa 30 % teurer geworden, Mais legte sogar um 50 % zu. Und auch in Indien leiden die Bauern unter einer Dürre. Der Monsun hatte 20 % weniger Wasser gebracht, weshalb es jetzt zu erheblichen Ernteausfällen kommt, berichtet der Spiegel.

Aus Sorge vor einer neuen Nahrungsmittelkrise erwägen die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) daher laut Frankreichs Agrarminister Stéphane Le Foll, erstmals ihr neues Krisenforum einzuberufen. Die spezielle Arbeitsgruppe war nach den Ausschreitungen bei den Krisen 2008 und 2010 geschaffen worden.

Das „Rapid Response Forum“ arbeitet dabei mit einer gemeinsamen Datengrundlage, dem Agrarmarkt-Informationssystem (AMIS). Anschließend können die Mitglieder Empfehlungen an die nationalen Regierungen aussprechen, wie z.B den Abbau von Exporthindernissen. Wie der Spiegel weiter schreibt, kann die Gruppe allerdings fühestens im September ihre Arbeit aufnehmen. Viel zu spät bemängeln Kritiker. Eine Krise auf den Lebensmittelmärkten stehe bereits kurz bevor.

"Die G20 müssen jetzt reagieren", fordert auch Marita Wiggerthale von der Hilfsorganisation Oxfam. "Im September könnte es bereits zu spät sein." Laut Weltbank hat die Nahrungskrise 2008 rund 100 Mio. Menschen in den Hunger getrieben, 2010 waren es 44 Mio.. Ähnliche Dimensionen erwartet Wiggerthale auch dieses Mal - wenn die Regierungen nicht schnell etwas unternehmen.

Vor allem in Ostafrika könnte sich die bereits jetzt dramatische Ernährungslage weiter verschärfen. Speziell Mais bildet in Ländern wie Kenia, Somalia und Uganda ein Grundnahrungsmittel für Millionen Afrikaner. Oxfam plädiert deshalb wie die FAO für eine Drosselung der Biospritproduktion in den USA. 40 % der amerikanischen Maisernte werden für die Herstellung von Treibstoff verwendet.

Quelle: http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Experten-erwarten-neue-Nahrungskrise-915315.html
 
tantan  Am: 14.10.2012 12:43:01 Gelesen: 7173# 24 @  
Die Maisfelder sind noch nicht abgeerntet. Es ist Mitte Oktober. Wo rauf warten die Bauern? Kann Nachtfrost den Mais schädigen?
 
Hanna  Am: 14.10.2012 13:31:54 Gelesen: 7158# 25 @  
@ tantan [#24]

auf den Lohnunternehmer....
die können da nicht gegen an zur Zeit

Gruss
Hanna
 
peterg  Am: 14.10.2012 15:10:26 Gelesen: 7126# 26 @  
@ tantan [#24]

Verstehe die Frage nicht ganz?

Kannst Du sie präzisieren? Meinst Du Deutschland oder USA?

@ Hanna [#25]

Was heißt "Lohnunternehmer"? Gewerbliche Unternehmen die die Felder abernten?
 
Lukas  Am: 15.10.2012 08:11:49 Gelesen: 7031# 27 @  
@ tantan [#24]

Frost kann den Körnermais nicht direkt schädigen. Allerdings sollte er dann nicht mehr zu lange auf dem Feld stehen, denn er könnte umfallen oder auch es können sich Fusarinen (Pilze) bilden die nachteilig sind für das Vieh. Insbesondere für die Fruchtbarkeit der Tiere.

Die Lohnunternehmer (Firmen die die Maschinen kaufen und dann auf Lohn die Flächen abdreschen) planen somit auch ca. 6 Wochen dreschen ein. Wenn die Lohnunternehmer bei uns vor allen Mähdreschern ein Maisgebiß vorbauen würden, wäre die ganze Ernte innerhalb von 2 Wochen erledigt.

Die Trocknungsanlagen werden ca. 4 - 6 Wochen angestellt (Genossenschaften und Landhandel vorwiegend), damit der Körnermais getrocknet werden kann. Er muss von ca. 30 - 40 % Feuchtigkeit auf 15 % Feuchte heruntergetrocknet werden damit er Haltbar wird.

Gruß
Lukas
 
SPOMI  Am: 30.11.2012 14:31:32 Gelesen: 5318# 28 @  
Aktuell sehe ich die Lage bei US Mais wie folgt:

Die Marktlage ist noch immer angespannt. Die zeigt sich an der stark ausgeprägten inversen Terminmarktstruktur (backwardation). Zu Zeit hat der Maismarkt eine hohe Wetter und Riskoprämie eingepreist. Chartmässig steht ein Ausbruch über 767 im CH13 nach oben an. Sollte dieses Niveau mit hohem Volumen und kraftvollem Ausbruch überschritten werden, kann es sehr schnell in Richtung des letzten Sommerhochs gehen. Um nicht zu bullish zu wirken: Hightower schreibt in seiner letzten Analyse, dass erhebliches Abwärtsrisiko für corn bei idealem Wetter in Südamerika und keiner neuerlichen Trockenheit in den USA besteht. Grüsse SPOMI
 
peterg  Am: 30.11.2012 18:16:53 Gelesen: 5274# 29 @  
Ja, das erzählen alle seit mindestens einem Monat: Dass bei Weizen und Mais ein großer Ausbruch unmittelbar bevorsteht.
Könnte das sein, dass die "alle" ihr eigenes Süppchen kochen?

Fest steht, dass Weizen und auch Mais (alte Ernte bzw. die nächsten Kontrakte) seit vielen Wochen in einer Schiebezone stecken. Weizen und Mais sind gestern am Oberrand derselben ungefähr angelangt und Hafer ist gestern eingebrochen! Die Kontraktbestände bei Weizen und Mais triften ab und folgen Soja. Und die Backwardation bei Mais, stimmt das denn?
Natürlich könnte ein Ausbruch in den nächsten Wochen nach oben kommen, wenn z. B. das Wetter in Südamerika nicht mitspielt.
Aber wie heißt es so schön: "Short years have long tails". Insofern ist es mindestens genau so wahrscheinlich, dass sich der lange Schwanz nach unten fortsetzt.
Also: Schreit der Gockel auf'm Mist ändert sich's Wetter oder es bleibt wie es ist!
Die Alternative, in dem engen Kanal der Schiebezone zu spielen ist auch nicht so prickelnd.
Im Moment ist es m. E. nicht so attraktiv mit einer outright Position im Agrarsektor Lotterie zu spielen.
Vielleicht sollte man sich wieder mal S-2C ansehen. Die Julikontrakte davon liegen bei mir immer noch im Depot

Anbei noch ein paar Bildchen dazu ohne viele Worte (die letzte Terminkurve ist die Weiße):


 


SPOMI  Am: 30.11.2012 21:44:56 Gelesen: 5236# 30 @  
an peterg

Auch ich habe das Abgleiten von Soya nicht übersehen. Corn ist aber der führende Kontrakt und irgendwann muss man ins kalte Wasser springen. Für eine erste Position gefällt mir die chartmässige Lage. Für weitere Engagements muss ein Ausbruch bei corn von soya rasch bestättigt werden. Stop für die erste Tranche nach Ausbruch wäre am unteren Ende der Tradingrange zu plazieren. S-2*C zeigt aber auch noch keine Extreme als Warnsignal. Trading heisst leider fast immer Risiko kaufen. Gruss SPOMI
 

Das Thema hat 30 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche   Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

16802 41 29.10.12 10:56rodeonrwdeo 
772 25.07.12 11:51Richard Ebert 
1188 18.06.12 17:04Richard Ebert 
997 16.05.12 11:25Saubauer 
7151 27.04.11 22:04peterg