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Thema: Neu an der Börse: Schmack Biogas
Das Thema hat 96 Beiträge:
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scorpion260  Am: 03.08.2007 21:56:44 Gelesen: 58158# 72 @  
@ pullPUSH [#71]

Conti habe ich erstmalig, ohne Nachkäufe, gekauft zu 44,50 in 2004. Montag habe ich Unicredit nachgekauft, und DAB Bank gekauft.
Für nächste Woche steht u.a. Demag Cranes auf der Kaufliste, so denn mein Kredit endlich eintrifft.

Dein "Risikomanagement" verstehe ich allerdings nicht. Du bist bereit "totales" Risiko beim Scalping einzugehen, verkennst aber total Chancen beim longterm investing.

Bist Du Masochist?;-).

Gruß

Scorpion
 
pullPUSH  Am: 03.08.2007 22:21:49 Gelesen: 58151# 73 @  
@ scorpion260 [#72]

Dein "Risikomanagement" verstehe ich allerdings nicht. Du bist bereit "totales" Risiko beim Scalping einzugehen, verkennst aber total Chancen beim longterm investing.
Bist Du Masochist?;-).

Ja - aber allmälig haben die stetigen Schmerzen dazu geführt das ich mein Handel verändere und versuche aus den gemachten Fehlern zu lernen.

"Für nächste Woche steht u.a. Demag Cranes auf der Kaufliste, so denn mein Kredit endlich eintrifft."

AHH ALARM - Kredit? Du hebelst deine long Investments immer noch weiter?
 
pullPUSH  Am: 17.09.2007 21:13:18 Gelesen: 57649# 74 @  
@ pullPUSH [#73]

Schmack Biogas notiert heute auf 18,30 Euro weit unter Emissionswert. Es zeigt sich das die Energiesparte deutliche Kursverluste verbuchen muss. Allein Comdirect listet derzeit 143 Titel mit dem Namen "Uran" im Suchbegriff. Die meisten Werte werden in Frankfurt gelistet. Buchstäblich alle Werte liegen unter Ausgabepreis.
 
pullPUSH  Am: 02.10.2007 21:05:19 Gelesen: 57401# 75 @  
@ pullPUSH [#74]

Schmack AG heute mit einem Kursplus von 15,01% - ich habe die Meldungen nur am Radio verfolgt, mir scheint das die Politik hier gerade den Ball spielt.
 
Richard Ebert  Am: 06.10.2007 10:39:28 Gelesen: 57254# 76 @  
Biogas-Aktie unter Druck

Von Niklas Hoyer

Handelsblatt, Frankfurt (05.10.07) - Die Anleger von Envitec Biogas würden die Zeit wohl gerne rückwärts laufen lassen. Mitte des Jahres war die Aktie des Herstellers von Biogas-Anlagen an der Börse gestartet. Alles deutete auf eine Erfolgsgeschichte hin. Doch ein Einbruch in der Gewinnentwicklung setzte die Kurse mehrerer Branchenvertreter massiv unter Druck – darunter auch Envitec.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-Anlage/Analystenmeinung/_pv/_p/200732/_t/ft/_b/1332717/default.aspx/biogas-aktie-unter-druck.html)
 
Richard Ebert  Am: 29.10.2007 20:13:26 Gelesen: 56858# 77 @  
Thema: Schmack ?

dhp05 Am: 28.10.2007 22:55:40 Gelesen: 92 # 1

meine Erinnerung: Firma wurde hier schon diskutiert. he saß sogar schon mal neben der schmack-frau.

Am We im "banal-fernsehen" die Firma vorgestellt gesehen. Am Montag schaue ich (charttechnisch, ob relativ unten), aber chart fast egal: Mich hat der Fernsehschnipsel vom WE schon überzeugt. (Hat jemand den Fernsehschnipsel auch gesehen?)

Morgen schau ich, wünsche sie tief unten. Weiteres verfolgen wir dann, wenn ich neues zu berichten habe. EIN FERNSEH-ZUSCHAUERWERT wäre es dann.

---

ep Am: 29.10.2007 06:42:01 Gelesen: 76 # 2

Hier gehts zur Hauptdiskussion zum Thema Schmack Biogas:

http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=14481&CP=0&F=47

---

scorpion260 Am: 29.10.2007 07:14:34 Gelesen: 72 # 3

@ dhp05 [#85]

Ich habe den Fernsehbericht vor längerer Zeit schon einmal gesehen, und am WE jetzt teilweise auch nochmal.
Ohne die Leute zu kennen, aber in dem Video fiel mir damals wie heute diese Diskrepanz zwischen den beiden Brüdern?! auf. Also dem Geschäftsführer, und dem, der in der Werkstatt da was zusammenschweißt.
Es schwelte im Untergrund so eine Art Konfliktstimmung. bei familienunternehmen ist das so eine Sache. Wenn sich alle einig sind, ist die Firma top-geführt, gibt es Differenzen, hat meistens zuerst die Firma darunter zu leiden (ich kenne das aus eigenen Erfahrungen).
Wahrscheinlich das, und daß damals die Aktie hoffnungslos überteuert war (ich glaube KGV war bei 70 oder mehr) hat mich davon abgehalten, zu kaufen.

---

he96 Am: 29.10.2007 11:41:10 Gelesen: 50 # 4

@ dhp05 [#85]

Tja, HE ist immer für eine Erinnerung gut :-))

ep hat ja den weg gezeigt.

gruss hans

---

dhp05 Am: 29.10.2007 19:59:08 Gelesen: 11 # 5

@ scorpion260 [#3]

ich wollte heute nachmittag schon schreiben:

Wahrscheinlich lief der Bericht auch schon mal beim Doppeltief.

"Also dem Geschäftsführer, und dem, der in der Werkstatt da was zusammenschweißt."

So wie ich es erinnere, war das nicht der Bruder, sondern ein Kumpel aus dem Dorf.

Es war übrigens genau diese Szene, die mich begeistert hat.

;-) scheinbar ging es ein paar anderen auch so. Wenigstens heute

---

pullPUSH Am: 29.10.2007 20:05:44 Gelesen: 5 # 6

@ dhp05 [#5]

Heute wurde aber tapfer gekauft. +13,55%
 
scorpion260  Am: 19.03.2008 16:47:51 Gelesen: 55598# 78 @  
aus @ Richard Ebert [#77]

"Wahrscheinlich das, und daß damals die Aktie hoffnungslos überteuert war (ich glaube KGV war bei 70 oder mehr) hat mich davon abgehalten, zu kaufen."

Jetzt ist sie mir billig genug.

http://aktien.onvista.de/snapshot.html?ID_OSI=14210147&PERIOD=5#chart
 
paul  Am: 20.03.2008 20:01:51 Gelesen: 55488# 79 @  
@ scorpion260 [#78]

Gratuliere, das war der Tip der Woche.

Gruß Paul
 
pullPUSH  Am: 20.03.2008 20:15:52 Gelesen: 55480# 80 @  
@ paul [#79]

Soeben lass ich die Schlagzeile:

"Grossinvestor scorpion260 steigt bei Schmack ein." ;O))
 
paul  Am: 20.03.2008 22:05:46 Gelesen: 55458# 81 @  
@ pullPUSH [#80]

Ist mir egal was scorpion260 macht, wer kurzfristig mit ein- und ausgestiegen ist, kann für sich zufrieden sein.

Gruß Paul
 
Richard Ebert  Am: 29.05.2008 08:19:04 Gelesen: 54218# 82 @  
Schmack wird kleinlaut

Boerse.ARD.de / AB (28.05.08) - Der Biogasanlagen-Hersteller steht vor einem nach eigenen Aussagen „schwachen“ Geschäftsjahr. Einen Beleg dafür lieferte schon einmal das erste Quartal, in dem das Unternehmen tief in die Verlustzone rutschte.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_293606)
 
Richard Ebert  Am: 15.08.2008 09:42:57 Gelesen: 53054# 83 @  
Schmack sieht noch kein Land

Boerse.ARD.de / nb (14.08.08) - Erneuter Rückschlag für Schmack: Der Biogas-Anlagenbauer ist wegen der zögerlichen Investitionen der Landwirte und der hohen Getreidepreise noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Aktie bricht ein.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_306246)
 
Richard Ebert  Am: 07.11.2008 21:35:30 Gelesen: 51869# 84 @  
Die grünen Kapitalvernichter

Boerse.ARD.de / lg (07.11.08) - Neben der Finanzbranche haben sich in diesem Jahr auch die Aktien der Biogashersteller als die schlimmsten Wertvernichter erwiesen. 2009 soll es aber besser werden.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_320718)
 
Joachim Ruhmann  Am: 21.10.2009 13:14:49 Gelesen: 48264# 85 @  
Der Biogasanlagenhersteller Schmack hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Trotz intensiver Verhandlungen mit Banken und Investoren habe keine Einigung über die Finanzierung der Schmack-Biogas-Gruppe erzielt werden können, teilte das Unternehmen in Schwandorf mit. Der Vorstand strebe nun die Sanierung durch ein Insolvenzplanverfahren an. Schmack steckt seit langem in den roten Zahlen. Im ersten Halbjahr 2009 verbuchte das Schwandorfer Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von minus 8,3 Millionen Euro.
 
select  Am: 21.10.2009 14:26:38 Gelesen: 48294# 86 @  
@ Richard Ebert [#84]

"Die grünen Kapitalvernichter" sollen heute Insolvenz beantragt haben.
 
scorpion260  Am: 21.10.2009 14:50:36 Gelesen: 48268# 87 @  
Richard Ebert  Am: 23.10.2009 09:46:36 Gelesen: 48043# 88 @  
Insolvenzverwalter strebt Fortführung von Schmack Biogas an

Agrarheute.com / pd, Schwandorf (22.10.09) - Der Insolvenzantrag der Schmack Biogas AG wird neben dem Einbruch des Börsenkurses auch zu einem Vertrauensverlust bei den Landwirten führen. Nun äußerte sich das Unternehmen dazu in einer Pressemitteilung.

Am 20. Oktober 2009 haben die Geschäftsführer der Schmack Biogas AG Tochtergesellschaften Stelzenberger Biogas GmbH (Kirchweidach), Carbotech Engineering GmbH (Essen) und Hese Biogas GmbH (Gelsenkirchen) einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt, heißt es in der Mitteilung der Schmack Biogas AG. Trotz intensiver Verhandlungen mit Banken und Investoren über die zukünftige Finanzierung der Schmack Biogas-Gruppe konnte keine Lösung erzielt werden. Vor diesem Hintergrund habe der Vorstand entschieden, auch für die Schmack Biogas AG (Schwandorf) Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit anzumelden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl von der Nürnberger Kanzlei Dr. Beck & Partner GbR bestellt. Der Vorstand der Schmack Biogas AG und die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften streben gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter die Fortführung der Unternehmen an, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dazu Insolvenzverwalter Ampferl: "Das Insolvenzverfahren wird für die Schmack Biogas AG eine Chance sein, gestärkt aus dieser Krise herauszukommen". Die operative Geschäftstätigkeit werde in allen Unternehmensbereichen fortgesetzt. Insbesondere der hohe Auftragsbestand werde zu einer positiven Entwicklung im Verfahren beitragen, zeigt sich Geschäftsleitung zuversichtlich.

(Quelle: http://www.agrarheute.com//index.php?redid=321367)
 
Ackerspezi  Am: 23.10.2009 13:36:20 Gelesen: 47975# 89 @  
@ Richard Ebert [#11]

Und haben sie sich früh genug getrennt ?

In diesem Markt sind noch so viel schwarze Schafe unterwegs, die einfach auf der Welle Geld absahnen (siehe KTG Agrar).
 
rodeonrwdeo  Am: 24.10.2009 16:14:31 Gelesen: 47870# 90 @  
Ist ja erfreulich, dass sich ein Geschäftsmodell, welches hauptsächlich auf Subventionen basiert, nicht sonderlich erfolgreich ist.
 
Richard Ebert  Am: 26.10.2009 09:21:02 Gelesen: 47709# 91 @  
@ Ackerspezi [#89]

Mein Nebenwertedepot, welches Schmack Biogas enthielt, wurde schon 2007 mit einem kleinen Verlust aufgelöst. Ich war damals zur Überzeugung gekommen, dass ein Chance-Risiko-Verhältnis für Nebenwerte eher negativ zu werten war und dann gleich alle Nebenwerte verkauft.

die einfach auf der Welle Geld absahnen (siehe KTG Agrar).

Ich kenne das Geschäftsmodell nicht. Können sie es mit wenigen Sätzen beschreiben ? Wenn es so einfach ist, warum machen es nicht mehr Firmen ? Und: Warum zählen Sie KTG zu den schwarzen Schafen ?
 
scorpion260  Am: 05.01.2010 18:22:17 Gelesen: 46080# 92 @  
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/djnews.pl?ST=169201

Der Insolvenzverwalter hat das Angebot von Viessmann akzeptiert.
Somit geht Schmack samt aller Töchter an Viessmann.

Heute 30%iger Kurssprung auf 0,478 Euro.
 
pullPUSH  Am: 05.01.2010 18:45:29 Gelesen: 46065# 93 @  
@ scorpion260 [#92]

Wollte ich auch gerade posten - klasse Deal für Vissmann!
 
benedikt54  Am: 05.01.2010 19:21:15 Gelesen: 46046# 94 @  
@

Ampferl: "Das Insolvenzverfahren wird für die Schmack Biogas AG eine Chance sein, gestärkt aus dieser Krise herauszukommen". Die operative Geschäftstätigkeit werde in allen Unternehmensbereichen fortgesetzt. Insbesondere der hohe Auftragsbestand werde zu einer positiven Entwicklung im Verfahren beitragen, zeigt sich Geschäftsleitung zuversichtlich.


Aber zuvor haben sich die Insolvenzverwalter ihre Tätigkeit wohl fürstlich honorieren lassen.
 
gautama2  Am: 05.01.2010 19:41:01 Gelesen: 46035# 95 @  
@ benedikt54 [#94]

Hier ein kleiner Einblick in die Branche:

http://www.zeit.de/2002/06/Der_Herr_der_Pleiten
 
Richard Ebert  Am: 30.01.2010 09:10:23 Gelesen: 45155# 96 @  
Schmack Biogas: Rückblick auf einen besonderen Fall

derfinanzinvestor.de (29.01.10) - Aus Biomasse Energie zu erzeugen, ist sicherlich nicht nur eine innovative, sondern auch eine äußerst lukrative Geschäftsidee. Zumindest war dies vor 15 Jahren der Fall. Als Ulrich Schmack 1995 die Schmack Biogas GbR nahe Regensburg gründet, verfügt der junge Oberpfälzer bereits über weitreichende praktische Erfahrungen in der Konzeption und Umsetzung von kleineren Biogasanlagen, die sich der Autodidakt zuvor auf dem elterlichen Hof erworben hatte. Mit der Unternehmensgründung besetzt Schmack eine Nische, die sich schnell als El Dorado für hohe Umsatzerlöse erweist. Die staatliche Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Primärenergieträgern sowie sinkende Preise für Landwirtschaftsprodukte auf dem Weltmarkt lassen die Nachfrage nach Biogasanlagen insbesondere bei Landwirten kontinuierlich ansteigen. Schnell avanciert das Unternehmen als erster Komplettanbieter für Biogasanlagen zu einem der bedeutendsten Akteure der Greentech-Branche mit einer Umsatzentwicklung, die sich vor allem der Euphorie um alternative Energiequellen während der rot-grünen Regierungskoalition bedient. Bereits ab dem Jahr 2000 beginnt das Unternehmen über Beteiligungen und Joint Ventures im Ausland zu expandieren.

Dem preisgekrönten Unternehmen gelingt es, den Umsatz von 9,5 Mio. Euro im Jahr 2003 über 16,4 Mio. Euro im darauffolgenden Jahr bis auf 34,1 Mio. Euro im Jahr 2005 zu steigern. 2006 wird das Unternehmen schließlich unter scheinbar günstigsten Bedingungen mit einem Emissionskurs von 31 Euro je Aktie und einer Marktkapitalisierung von 248 Mio. Euro an der Börse notiert. Bereits im zweiten Börsenjahr wird der Umsatz nochmals um 50,2% gegenüber dem Vorjahreswert auf rund 135,1 Mio. Euro gesteigert. Mit einem Höchstwert im Frühjahr 2007 von 70 Euro je Aktie wird die Unternehmensführung in dessen Entscheidungen auch durch den Markt bestätigt. Beflügelt von beachtlichen Umsatzerlösen und einem steigenden Aktienkurs ändert der einstige Branchenprimus die Unternehmensstrategie und setzt zunehmend auf den Betrieb eigener Biogasanlagen in Kooperation mit kommunalen und regionalen Energiepartnern. Zuvor lag der Fokus insbesondere auf der Projektierung und Installierung von Anlagen für einen überwiegend aus Landwirten bestehenden Kundenkreis.

Ab dem Jahr 2008 wendet sich das Blatt allerdings unwiderruflich. Durch eine anhaltende Ungewissheit über die staatliche Einspeisevergütung sowie erneut ansteigende Rohstoffpreise sinkt die Nachfrage nach dem einstigen Zukunftsobjekt dramatisch. In der Folge bricht der Umsatz im gleichen Jahr um 50,0% auf 67,8 Mio. Euro ein und die Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern erreichen Mitte vorigen Jahres 58 Mio. Euro. Die nun erfolgte Insolvenz sowie die anschließende Übernahme durch Vissmann grundsätzlich externen Einflussfaktoren zuzuschreiben, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Ungeachtet der durchaus positiven Umsatzentwicklung kann das Unternehmen seit 2003 nur in den Jahren 2005 und 2006 schwarze Zahlen vorlegen. Bereits 2007 muss das Unternehmen erneut einen Verlust von 6,5 Mio. Euro hinnehmen, ein Jahr später summiert sich der Verlust auf 33,8 Mio. Euro. Gleichzeitig stellt die Schmack Biogas AG ab 2003 kontinuierlich neue Mitarbeiter ein und expandiert selbst im verlustreichen Jahr 2009 - in den ersten sechs Monaten beziffert sich der Verlust auf 11,3 Mio. Euro - noch auf den britischen Markt.

Wie das Römische Reich seinerzeit, so lässt sich auch für die Schmack Biogas AG konstatieren, den Untergang durch interne Fehlentscheidungen begünstigt zu haben. Die Fokussierung auf die weniger rentablen Großanlagen und ausländische Märkte sowie die Einstellung neuer Mitarbeiter bei einer konstant sinkenden Profitabilität entspricht in keinster Weise einer vernünftigen Unternehmensführung. Beträgt etwa der Umsatz je Mitarbeiter noch in dem ertragsreichen Jahr 2006 bei 297 Beschäftigten umgerechnet 303 Tsd.. Euro, rutscht der Wert bereits 2007 auf 259 Tsd. Euro bei insgesamt 522 Mitarbeitern. 2008 summiert sich der Umsatz je Mitarbeiter trotz einer geringeren Beschäftigtenzahl auf nur noch 150 Tsd. Euro. Als das Unternehmen letztlich ein Ergebnis von minus 8,3 Mio. Euro für das erste Halbjahr 2009 bekannt gibt, verliert der Aktienkurs um 80% und sinkt auf 0,86 Euro. Noch viel schlimmer: Das Unternehmen verliert endgültig die Kreditwürdigkeit und muss wenige Monate später die Insolvenz anmelden.

Fazit: Eine innovative und lukrative Geschäftsidee scheitert letztendlich am fehlenden Pragmatismus und dem richtigen Augenmaß der Verantwortlichen.

(Quelle: http://www.derfinanzinvestor.de)


 

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