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Thema: Jim Rogers: Rohstoffhausse geht mindestens bis 2014
Das Thema hat 42 Beiträge:
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he96  Am: 10.10.2006 16:20:01 Gelesen: 19006# 18 @  
@ PFTR [#16]

Jens, um genau zu sein: Geh mal in Deinen Keller: siehst Du einen ÖLTANK ? Hast Du draussen einen vergraben ?

Nein ?

Dann zahlst DU an Dein Stadtwerk fürs heizen, die zahlen (meist) an RUHRGAS, die zahlen an GAZPROM, die zahlen an SCHALKE.

Ich hoffe, Du bist wenigstens Schalke-FAN wenn Du sie schon sponsorst :-)))

gruss hans

PS: eine Hand wäscht die andere...
 


Richard Ebert  Am: 14.10.2006 10:01:07 Gelesen: 18922# 19 @  
Die Rohstoffparty geht weiter

von Claus Hecking

Financial Times Deutschland, FTD (13.10.06) - Während für Investmentguru Jim Rogers der Boomzyklus weiter intakt ist, hat der IWF vor dem Ende der Rohstoffhausse gewarnt. Die Derivatebranche ist für jede Marktlage gut gerüstet. Um Jim Rogers so richtig auf die Palme zu bringen, genügt eine einzige Frage: Geht die Hausse an den internationalen Rohstoffbörsen zu Ende? "Unsinn! Die Idioten, die so etwas vermuten, haben überhaupt keine Ahnung von Finanzmärkten", blafft der Investmentguru aus den USA durchs Telefon.

"Wir sehen zurzeit eine ganz normale Korrektur, eine Konsolidierung. Das kommt auf jedem Markt in jedem Boomzyklus vor. Aber deswegen ist der Bullenmarkt bei den Rohstoffen noch lange nicht Geschichte."

(weiter: -> http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/120323.html)
 
fluggerät  Am: 14.10.2006 10:51:09 Gelesen: 18910# 20 @  
@ Richard Ebert [#19]

"Unsinn! Die Idioten, die so etwas vermuten, haben überhaupt keine Ahnung von Finanzmärkten", blafft der Investmentguru aus den USA durchs Telefon."

Das ist mir aus dem Herzen gesprochen. Das IWF hat sich durch seine Prgonosen zur Wirtschaftsentwicklung vor kurzem hervorgetan: danach soll Europa demnächst die USA im ungebremsten Wirtschaftswachstum übertreffen.
Das sagt bereits alles über die Zuverlässigkeit der dortigen Prognosen.
Vielleicht haben die inzwischen einen Hartz-IV-Empfänger für die Prognosen eingestellt, um Geld zu sparen. Dem zahlen sie einen Euro pro Stunde, dann kommen solche qualitativ einmaligen Prognosen dabei heraus.
Den Wirtschaftsprofessor aus den USA können sie nicht bezahlen und was der von sich gibt will dort auch niemand hören.
 
JRM  Am: 14.10.2006 11:46:28 Gelesen: 18897# 21 @  
@ all:

"Unsinn! Die Idioten, die so etwas vermuten, haben überhaupt keine Ahnung von Finanzmärkten" ... mir scheint, dieses omnipräsente Männlein wird langsam arrogant.

Sollte es etwa auf seine nicht mehr so jungen Tage noch zum Kontraindikator werden?
 
wuelle  Am: 14.10.2006 11:57:19 Gelesen: 18893# 22 @  
Die Fähigkeit, Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, kann sehr nützlich sein. Man muß nur erkennen, daß jedes Phänomen und jedes Marktgeschehen unterschiedliche Aspekte hat.

Wann immer starke Gefühle im Spiel sind, scheint ein Ungleichgewicht zu bestehen, zwischen dem, wie die Dinge erscheinen, und dem wie sie wirklich sind.

Von daher lassen die Aussagen von Jim Rogers, sofern er sie denn wirkklich in dieser Form getätigt hat, einen behavioristischen Finanzanalysten tief blicken.

Sollte ein sich abzeichnender Rückgang des global Leading Economic Indicators auch in Zukunft auf die weltweite Industrieproduktion Rückschlüsse erlauben, wird die Aufwärtsdynamik im CRB Metall Index sehr wahrscheinlich enden.
 


fluggerät  Am: 14.10.2006 15:50:26 Gelesen: 18865# 23 @  
@ wuelle [#22]

Die Grafik ist etwas kurz geraten. Gibt es die auch für die Zeiten davor?

Interessant ist schon mal die Abkopplung des CRB metal ab 2005. Das läßt die Vermutung aufkommen, dass keine enge Bindung an die Global industrial production besteht und würde die Rogers-These stützen.
 
angelo  Am: 14.10.2006 17:31:50 Gelesen: 18848# 24 @  
jim rogers, auszug aus e-magazin der credit suisse, 23.6.06

Aber selbst wenn er ein unbedingter China-Fan ist, analysiert er die wirtschaftliche Situation des Landes mit dem für ihn typischen kühlen Kopf. «Es wäre dumm, nicht auch Unruhen und Umwälzungen in China zu erwarten. Nach einem Jahrzehnt enormen Wachstums wird der chinesische Konjunkturmotor ein wenig ins Stottern kommen. Aber die 1,3 Milliarden Verbraucher werden nicht einfach verschwinden.» Eine oder zwei harte Landungen werden der chinesischen Wirtschaft deshalb nicht schaden. «Die Rohstoffpreise werden während dieser Phasen natürlich fallen, und wie gewöhnlich werden eine Menge Anlieger in Panik ausbrechen. Ich hingegen werde noch mehr Rohstoffe kaufen. Nur wer billig ein­kauft, kann richtig Geld verdienen».
 
wuelle  Am: 15.10.2006 11:26:55 Gelesen: 18792# 25 @  
@ angelo [#24]

Aber die 1,3 Milliarden Verbraucher werden nicht einfach verschwinden.

Die Zahl der 1.3 Mrd Verbraucher, die Jim Rogers nennt, ist irreführend. Zwei Drittel der 1.3 Mrd Chinesen können sich bisher gerade das Lebensnotwendige leisten. Sie treten als "Verbraucher" erst gar nicht in Erscheinung.

Nach einem Jahrzehnt enormen Wachstums wird der chinesische Konjunkturmotor ein wenig ins Stottern kommen.

Ich kann man ein Szenario wie zur Zeit der Asienkrise vorstellen, wo der Konjunkturmotor in einigen Tigerstaaten auch „ein wenig“ ins Stotter kam. Es bleibt abzuwarten, ob die Chinesen, die schon seit Jahren vergeblich versuchen, das Wachstum einzudämmen, eine weiche Landung ihrer Wirtschaft hinbekommen, wenn die Folgen der Überinvestitionen in unwirtschaftliche Projekte zu spüren sein werden. Die Investitionen in China wachsen weiterhin mit jährlich 30 Prozent. Das wird sich wohl kaum ad finitum fortsetzen.

Ich zitiere aus Wikipedia: Die Ursachen und Gründe für die Krise 1997/ 98 im asiatischen Raum sehen viele Experten in maßlosen Investitionen, exzessiver Kreditaufnahme - auch in Fremdwährung, Handelsbilanzdefiziten und schwachen regionalen Finanzmarktstrukturen.

Jim Rogers: Die Rohstoffpreise werden während dieser Phasen natürlich fallen, und wie gewöhnlich werden eine Menge Anlieger in Panik ausbrechen.

Im Verlauf der Asienkrise von 1997 bis Anfang 1999 hat sich der Kupferpreis halbiert. Mag sein, daß Rogers sich in einem solchen Marktumfeld eine goldenen Nase verdient, der Durchschnittsanleger aber, der heute dem Guru Jim Rogers folgt , dürfte sich wohl in so einem Umfeld eher an seine „smarten“ Telekom Aktienkäufe im Jahr 2001 und folgende erinnert fühlen. :-)

Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Finger weg von den Waren, die von der Spekulationsblase rund um China und Indien betroffen sind.
 
zuckerschlecken  Am: 15.10.2006 16:31:59 Gelesen: 18767# 26 @  
@ wuelle [#25]

Spekulationsblase in China und Indien ist ein gutes Stichwort. Daran hatte ich vor 2 Jahren gedacht, als eine Raiffeisenbank alle ihre Auslagenfenster mit "Investieren in China" -Plakaten dekoriert hatte.
 
Richard Ebert  Am: 16.10.2006 20:23:25 Gelesen: 18719# 27 @  

 
PFTR  Am: 27.10.2006 16:49:42 Gelesen: 18592# 28 @  
Soviel zu Thema: China importiert alles was der Markt hergibt... Das genaue Gegenteil ist mittlerweile der Fall!

Energie
China führt Exportsteuern auf Rohstoffe ein
27.10.2006, 12:34:19

PEKING (Dow Jones)--China führt zum 1. November 2006 Steuern auf die Ausfuhren verschiedener Basismetalle, Stahl und Erdölerzeugnisse ein. Wie das Finanzministerium am Freitag in einem Statement auf seiner Webseite weiter mitteilte, werden gleichzeitig die Einfuhrsteuern auf einige dieser Waren gesenkt. Damit sollen die Ausfuhren energieintensiver und luftverschmutzender Industrien verringert werden. Steuern sollen u.a. auf die Exporte von Kohle, Erdöl, Kupfer, Aluminium, Nickel und Eisenerz erhoben werden. Bei Kohle, Raffinerieerzeugnissen und Aluminium werden die Importzölle gesenkt.
DJG/DJN/sgs/ptt
-0-
 
Freak  Am: 27.10.2006 20:56:19 Gelesen: 18572# 29 @  
@ PFTR [#28]

Ähm, ja und?

Freak
 
PFTR  Am: 28.10.2006 08:27:17 Gelesen: 18556# 30 @  
@ Freak [#29]

Die Anhänger der Idee des "Superzyklus" verweisen immer darauf, dass die Rohstoffpreise weiter steigen müssen u.a. wegen der riesigen Nachfrage aus China. Mittlerweile hat sich aber China vom Rohstoffimporteur zum Exporteur gewandelt. Und was heißt dass dann wenn der größte Käufer plötzlich keiner mehr ist...

Grüße
Jens
 
Cosa  Am: 28.10.2006 09:10:36 Gelesen: 18551# 31 @  
@ PFTR [#30]

moin Jens,

hast du Infos zu Rohstoffzyklen? Bin da leider nicht so belesen und suche mir einiges im Netz zusammen.

Wo kann mann die Zyklendauer nachvollziehen? Wer hat dies genauer beschrieben?

Gefunden habe ich u.a. in "Are there Cycles in Commodity Prices?"

Interestingly enough, there have been two fairly in- depth noted historical analyses of cycles in commodity prices. These are as follows:
• the 54-year cycle noted by Edward Dewey and Edwin Dakin
• the 50-60 year cycle noted by Nikolai Kondratieff
These two cycles are discussed below in some detail. Through consideration of these cycles and their associated periodicity patterns, projections on commodity prices to the short-term and long-term future can then be made – whether these projections will be accurate is anyone’s guess, but nonetheless they are noted here in this article below.

..... es folgt ein längerer Artikel mit Charts - Link lohnt.

Quelle: http://www.bonneuilreport.com/page4.html

Längere Zeitreihen geben allerdings widersprüchliche Informationen.

Vielleicht kann jemand einen Tipp geben wo weiter zu buddeln ist.

Grüsse
Cosa
 
schnueffelnase  Am: 28.10.2006 09:47:00 Gelesen: 18545# 32 @  
@ PFTR [#30]

Ich würde das nicht so einfach sehen: Zwar gibt die Meldung nicht so viele Details her, aber von der Tendenz her geht es der chinesischen Regierung darum, energieintensiv bearbeitete Produkte (Stahl, Aluminium) im Ausland produzieren zu lassen. Meine Interpretation ist, dass Peking auf die arbeitsintensive Herstellung von Produkten setzt (Leute gibt's da genug) und die Umweltverschmutzung woanders haben will. Im Endeffekt dürfte das keinen Einfluss auf die Gesamtnachfrage nach Rohstoffen haben.
Was aber nichts daran ändert, dass ich eine harte Landung in China erwarte.
 
autokor  Am: 20.03.2007 08:59:01 Gelesen: 18216# 33 @  
Vom Saulus zum Paulus ?. Im Text unten wird vom Commoditybubble gesprochen.



17:51 14Mar2007 RTRS-INTERVIEW-Jim Rogers sees US property crash, market
contagion

By Elif Kaban
MOSCOW, March 14 (Reuters) - Commodities investment guru Jim Rogers
stepped into the U.S. subprime fray on Wednesday, predicting a real
estate crash that would trigger defaults and spread contagion to
emerging markets.
"You can't believe how bad it's going to get before it gets any
better," the prominent U.S. fund manager told Reuters by telephone from
New York.
"It's going to be a disaster for many people who don't have a clue
about what happens when a real estate bubble pops.
"It is going to be a huge mess," said Rogers, who has put his $15
million belle epoque mansion on Manhattan's Upper West Side on the
market and is planning to move to Asia.
Worries about losses in the U.S. mortgage market have sent stock
prices falling in Asia and Europe, with shares in financial services
companies falling the most.
Some investors fear the problems of lenders who make subprime loans
to people with weak credit histories are spreading to mainstream
financial firms and will worsen the U.S. housing slowdown.
"Real estate prices will go down 40-50 percent in bubble areas.
There will be massive defaults. This time it'll be worse because we
haven't had this kind of speculative buying in U.S. history," Rogers
said.
"When markets turn from bubble to reality, a lot of people get
burnt."
The fund manager, who co-founded the Quantum Fund with billionaire
investor George Soros in the 1970s and has focused on commodities since
1998, said the crisis would spread to emerging markets which he said now
faced a prolonged bear run.
"When you have a financial crisis, it reverberates in other
financial markets, especially in those with speculative excess," he
said.
"Right now, there is huge speculative excess in emerging markets
around the world. There will be a lot of money coming out of emerging
markets.
"I've sold out of emerging markets except for China," said Rogers,
long a prominent China bull.
Even in China, the world's fastest expanding economy, Rogers said
stocks were overvalued and could go down 30-40 percent.
But he added: "China is one of the few countries in the world where
I'm willing to sit out a 30-40 percent decline."
The last stock market bubble to burst was the dot-com craze which
sparked a crash from March 2000 to October 2002.
When the last bubble burst in Japan, said Rogers, stock prices went
down 85 percent despite the country's high savings rate and huge balance
of bayment surplus.
"This is the end of the liquidity party," said Rogers. "Some
emerging markets will go down 80 percent, some will go down 50 percent.
Some will most probably collapse."
((Editing by Greg Mahlich; e-mail: elif.kaban@reuters.com; Reuters
Messaging: elif.kaban.reuters.com@reuters.net; Moscow Newsroom, tel: + 7
495 775 12 42))
Keywords: MARKETS ROGERS/



17:19 14Mar2007 RTRS-INTERVIEW-Jim Rogers warns of Russia asset grab,
stock bubble

By Elif Kaban
MOSCOW, March 14 (Reuters) - Prominent emerging markets investor Jim
Rogers said Russian equity markets were overvalued and could burst
"sooner rather than later", revealing the skeletons in the cupboard of
its "outlaw capitalism".
"I wouldn't put a nickel of my own money in Russia, and I wouldn't
put a nickel of your money there either," Rogers, a long-time
commodities bull, told Reuters by telephone from New York on Wednesday.
"Everything about Russia is one big bubble, and it's going to pop.
It's going to happen sooner rather than later," said Rogers, who
co-founded the Quantum Fund with George Soros in the 1970s and has
focused on commodities since 1998.
"When that happens, people will look around and say, how did that
happen? That's when we'll find out about all the skeletons in the
cupboard."
The fund manager said the Russian state was confiscating assets and
company owners were cashing out via a series of initial public offerings
in London.
The Kremlin has muscled its way into big deals with foreign
companies under President Vladimir Putin and taken control of strategic
industries including oil.
Late last year, after months of official pressure, Royal Dutch Shell
<RDSa.L> and its Japanese partners agreed to cede control to Russian gas
monopoly Gazprom <GAZP.MM> of the vast Sakhalin-2 natural gas project.
"Russia is a disaster," Rogers said. "Everybody in Russia is busy
stripping assets. If you ride across Russia, you are not going to see a
lot of money being spent on railroads, pipelines or roads."
"It's outlaw capitalism."
Russian stock prices surged 80 percent last year, driven by an
economic boom now into its eighth year on the back of high oil prices
and soaring consumer demand. But the RTS stock market market is down
about 7 percent in the year to date amid a global sell-off triggered by
concerns over U.S. growth and inflation.
Rogers predicted Russian stocks would suffer huge losses when the
bubble pops. Some stocks could go down by as much as 90 percent, others
40 percent, while some could disappear, he said.
Referring to a rash of Russian companies that have listed shares in
London, Rogers said: "People don't have a clue. They're buying blind
pools, and companies are saying 'Just give us your money, we're not
going to tell you what we'll do with it'."
Investors last got their fingers burnt in Russia after the August
1998 domestic debt default and rouble devaluation sent volatility
through world markets, losing major banks billions of dollars.
But Rogers warned: "Things will be worse this time. 1998 was a stock
market bubble; this time we have a huge housing and commodities market
bubble."
((Reporting by Elif Kaban, editing by Will Waterman; e-mail:
elif.kaban@reuters.com; Reuters Messaging:
elif.kaban.reuters.com@reuters.net; Moscow Newsroom, tel: + 7 095 775 12
42))
Keywords: RUSSIA ROGERS/
 
scorpion260  Am: 20.03.2007 09:06:44 Gelesen: 18211# 34 @  
@ autokor [#33]

"Even in China, the world's fastest expanding economy, Rogers said stocks were overvalued and could go down 30-40 percent. But he added: "China is one of the few countries in the world where I'm willing to sit out a 30-40 percent decline.""

Macht das Sinn? Wenn ich erwarte daß ein Markt 30-40% runtergeht, dann verkaufe ich doch sofort, und warte auf den Crash den ich so heftig herbeirede, und steige dann billig wieder ein, wenn der Markt nach oben dreht*g.

Mir scheint eher hier hat einer den Zug verpaßt und will nun billig jemandem seine Fahrkarte abkaufen*g.
 
Richard Ebert  Am: 04.04.2007 12:08:09 Gelesen: 18064# 35 @  
Jim Rogers: Die Aktie ist tot - Es leben die Rohstoffe

Emfis (03.04.07) - Jim Rogers, seines Zeichens Investmentguru, sieht im Aufstieg Chinas und der Veränderung im Status des US Dollars als Anlagewährung massive Auswirkungen auf die weltweite Nachfrage.

Rogers glaubt, dass der Bullenmarkt für Aktien und Anleihen vorbei ist und sagt, dass die Anleger ihre Vermögen in Rohstoffe verlagern sollten. Rogers gab dies gestern am Rande der Credit Suisse Asian Investment Conference zum Besten. Dem zu Folge werde der Bullenmarkt bei Rohstoffen noch bis 2014 wenn nicht sogar bis zum Jahr 2022 anhalten. In seinen Recherchen ermittelte Rogers, dass der kürzeste Bullenmarkt bei Rohstoffen 15 Jahre anhielt, der längste 23 Jahre.

Seinen eigenen Rohstoffindex gründete Rogers im Jahr 1998, dieser hat seitdem um 243 % zugelegt, der S&P Index hingegen stieg im gleichen Zeitraum lediglich um 43 %. Rogers fügt hinzu, dass Aktien und Anleihen im Wert verloren, wenn Rohstoffe auf dem Vormarsch waren. Der große Bullenmarkt für Anleihen und Aktien war in den 80er und 90 er des vergangenen Jahrhunderts mit einem Peak im Jahr 2003.

Rogers hatte für seine Zuhöre auf der Konferenz den Hinweis parat:" Ich würde ihnen allen empfehlen, nach Hause zu gehen und alle Anleihen verkaufen. Ich weiß, dass einige von Ihnen Anleihenmanager sind - ich würde nach Haus gehen und mir einen anderen Job suchen.

Rogers mahnt an, dass Rohstoffe als Investmentklasse weitgehend ignoriert werden. Dies erinnere ihn an die Einstellung gegenüber Aktien und Fonds vor dreißig Jahren. Widerspiegelt wird dies durch die Existenz von 70.000 Investmentfonds, die Investitionen in Aktien und Anleihen ermöglichen, denen weniger als 50 Rohstofffonds gegenüber stehen.

Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufstiegs geht Rogers auf die Ignoranz des Westens gegenüber China ein:"Es ist erstaunlich, wie viele Menschen den Aufstieg Chinas nicht verstehen - China ist das nächste großartige Land auf der Welt. Ich weiß, dass sie sich selbst als Kommunisten bezeichnen, aber ich sage Ihnen, dort gibt es auch die besten Kapitalisten der Welt." China ist seit Deng Xiaopings Initiative der offenen Tür einen weiten Weg gegangen, aber "es hat auch noch einen weiten Weg vor sich" so Rogers emphatisch. "Wenn Sie in China Probleme entdecken, dann gehen sie ans Telefon und kaufen Sie soviel davon wie möglich." Er führt fort:" Dies ist etwas, dass wir verstehen müssen. Es wird unseren Bedarf nach vielen Dingen beeinflussen und die Welt, wie wir sie heute kennen, verändern."

Die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen, Öl im Besonderen, ist vor allem auf China aber auch auf Indien zurückzuführen. Dies sei aber erst der Anfang, die wirkliche Nachfrage habe noch nicht einmal begonnen, so Rogers, mit dem Hinweis, dass der Ölverbrauch pro Kopf in China bei einem Vierzehntel des US Verbrauchs und einem Zehntel des Verbrauchs Japans oder Südkoreas liege.

Bezüglich der USA wurde der Ton etwas finsterer. Noch im Jahr 1987 waren die USA der größte Gläubiger der Welt, heute hingegen haben die USA Schulden in Höhe von 13 Bio. USD und es kommt alle fünfzehn Monate eine weitere Billion hinzu.

Rogers sagte, dass es eine Zeit geben werde, in der die Länder Asiens, einige darunter sind schwergewichtige Gläubiger der USA, ihr Geld in Werte anlegen werden, die nicht vor einem Zusammenbruch stehen: Gold, Öl und andere Rohstoffe.

(Quelle: http://www.emfis.com)
 
Kobban  Am: 14.05.2007 11:10:24 Gelesen: 17805# 36 @  
Börsenguru Jim Rogers hält Wiener Börse für den attraktivsten europäischen Markt

Rogers Aussagen gibt es im Money-TV-Exclusiv-Interview:

http://web4.webfreetv.com/portal/main/Main.wftvp?kdnid=254



(14.05.07) - Jim Rogers, weltweit anerkannter Börsenguru und 1985 Wachküsser der Wiener Börse, weilte in Wien und gab moneytv.at, dem ersten IPTV Wirtschafts-und Börsensender der börsenotierten WebfreeTV.com Multimedia Dienstleistungs AG, ein Interview.

Wiener Börse am attraktivsten

Jim Rogers hält die Wiener Börse vor allem wegen der Nähe und der Verbindung mit Osteuropa weiterhin für den attraktivsten europäischen Markt. Allerdings seien die meisten europäischen Aktien "schon sehr hoch". Wenn Gesamteuropa korrigiert, könne sich auch Wien dem Trend nicht entziehen. Jim Rogers, seit einiger Zeit bekennender AUA-Aktionär, würde in Wien - wenn überhaupt - nur kleinere Banken zukaufen, da die Konzentration im Bankensektor weiter gehe.

Asien und Rohstoffe auf dem Vorwärtsmarsch

Asien sei weiterhin spannend, Japan am interessantesten. Bei den Rohstoffen sieht Jim Rogers kein Ende des Booms und verweist auf All-Time-Highs bei Blei, Nickel und Zink. Auch den Ölpreis sieht Jim Rogers deutlich über 100 Dollar und er setzt auch weiterhin auf Gold. In puncto US-Dollar bleibt Rogers dagegen überaus pessimistisch. Rogers erwartet eine Rezession in den USA, einen schwächeren Dollar und steigende Zinsen. Alle 15 Monate komme 1 Trillion Schulden in den USA dazu, so Rogers, er empfehle daher, bei US-Bonds short zu bleiben.

Das Interview in voller Länge ist auf http://www.moneytv.at zu sehen.
 
Richard Ebert  Am: 21.11.2007 22:08:04 Gelesen: 16933# 37 @  
Jim Jogers: Investmentlegende triumphiert

Von Egmond Haidt

Börse Online (21.11.07) - Nicht nur der gestrige Tag war ganz nach dem Geschmack von Jim Rogers. Die Investmentlegende ist schon seit Längerem ein Bär für den Aktienmarkt.

Er habe Aktien wie die der weltgrößten Bank Citigroup, des Hypothekengiganten Fannie Mae, anderer US-Banken und Hausbau-Unternehmen leerverkauft. Die Papiere muss er irgendwann zurückkaufen, derzeit denke er aber nicht daran.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse-online.de/aktien/usa_asien/493482.html)
 
Richard Ebert  Am: 17.01.2008 10:36:47 Gelesen: 16596# 38 @  
Jim Rogers glaubt weiter an Rohstoff-Hausse

Fundresearch.de (15.01.08) - Ob Öl, Gold oder Weizen – die Preise für Rohstoffe erklimmen immer neue Höhen. Dieser Trend dürfte langfristig anhalten. Den zittrigen Börsen zum Trotz.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fundresearch.de/index.asp?intPageID=5&pkBerichtNr=169892&pkRubrikNr=477)
 
Richard Ebert  Am: 05.02.2008 07:51:25 Gelesen: 16427# 39 @  
Jim Rogers - Rohstoff-Guru liest Bankern die Leviten

Von Ingo Narat und Udo Rettberg

Handelsblatt, Frankfurt (04.02.08) - „Die wissen nicht, was sie tun.“ Der Rohstoff-Investor James B. Rogers interpretiert die hastigen Zinssenkungen von Ben Bernanke als Akt der Hilflosigkeit und liest Investmenthäusern und Notenbankern die Leviten. Von Aktien und Anleihen hält er wenig – der Investmentprofi bleibt seiner seit Jahren vollzogenen Langfristidee treu.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-Anlage/Anlagestrategie/_pv/_p/200729/_t/ft/_b/1386069/default.aspx/rohstoff-guru-liest-bankern-die-leviten.html)
 
Richard Ebert  Am: 05.02.2008 11:45:36 Gelesen: 16403# 40 @  
Goldene Zeiten für Rohstoffe?

boerse.ard / ag (04.02.08) - Die Furcht vor einem Versorgungsengpass hat den Preis für Platin auf ein Rekordhoch getrieben. Glaubt man Analysten, dann stehen den globalen Rohstoffmärkten 2008 goldene Zeiten bevor.

Ob Edelmetalle, Erdöl oder Agrarprodukte: Immer mehr Investoren scheinen sich angesichts der jüngsten Finanzmarkt-Turbulenzen in vermeintlich "sichere Häfen" zu flüchten.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_275274)
 
Richard Ebert  Am: 09.02.2008 16:24:56 Gelesen: 16316# 41 @  
Investor Rogers: „Renmimbi wird neue Leitwährung“

Von Christine Domforth und Beate Lammer

Die Presse (07.02.08) - Investor Jim Rogers attackiert im "Presse"-Gespräch die US-Notenbank und rechnet mit langer Rezession.

Die Presse: Mr. Rogers, wie geht es mit den Leitzinsen in den USA weiter? Wird es bald eine weitere Senkung geben?

Jim Rogers: Es wird eine geben, denn der Mann an der Spitze der Fed (US-Notenbankchef Ben Bernanke, Anm.), weiß nicht, was er tut.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/361458/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do)
 
fdachs  Am: 09.02.2008 17:03:36 Gelesen: 16313# 42 @  
Ein nettes Interview, ich mag den Mann.

"Man muss kaufen, was man versteht."

Ist das nicht auch genau Warren Buffets Motto ?
 

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